Liebe auf dem Bildschirm: DH-Analyse der Partnerwahl
Love on Screen: DH Analysis of Mate Selection Criteria
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (20%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (30%)
Keywords
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American reality dating shows,
Media Exposure Effects,
First-Impression Scripts,
Diversity Representation,
Eye-Tracking Technology,
Physical Attractiveness
Romantische Geschichten sind allgegenwärtig in Filmen, TV-Sendungen und sozialen Medien. Sie zeigen oft idealisierte Versionen von Romantik, die junge Menschen faszinieren, aber der Realität nicht entsprechen. Sie fördern ungesunde Schönheitsideale, unrealistische Szenarien, mangeln an Diversität und stärken veraltete Geschlechterrollen. Glamourisierte Darstellungen von Wettbewerb um die Zuneigung eines Dating-Partners, wie in Reality-Shows, und die romantisierte Vorstellung von Liebe auf den ersten Blick setzen unrealistische Erwartungen an echte Beziehungen. Obwohl junge Zuschauer wissen, dass diese Darstellungen nicht vollständig realistisch sind, beeinflussen sie dennoch stark ihre Wahrnehmungen und Überzeugungen. Solche Szenarien prägen Vorstellungen darüber, was in Dating-Erfahrungen als angemessen oder erstrebenswert gilt. Romantik wird oft als ein hochriskantes Spiel oder eine magische Verbindung dargestellt, während die realen Herausforderungen bedeutungsvoller Beziehungen ignoriert werden. Diese engen Ideale setzen junge Menschen unter Druck und marginalisieren diejenigen, die nicht in diese unrealistischen Standards passen, was sie aus den gängigen Vorstellungen von Liebe ausschließt. Diese Forschung untersucht, wie mediale Dating-Inhalte die Wahrnehmungen und kognitiven Assoziationen der Zuschauer beeinflussen. Das Projekt umfasst drei zentrale Bereiche: 1) Kulturelle Variationen: Diese Studie analysiert, wie romantische Skripte an kulturelle Werte angepasst sind und ob sie traditionelle Rollen stärken oder moderne Vorstellungen von Liebe fördern; 2) Visuelles Engagement: Mithilfe von Eye-Tracking-Technologie wird untersucht, welche visuellen Reize die größte und geringste Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich ziehen und wie sie deren Wahrnehmung von Attraktivität beeinflussen; 3) Wiederholte Exposition: Wiederholtes Betrachten romantischer Muster prägt langfristige Ansichten über Dating. Diese Studie untersucht, wie Darstellungen erfolgreicher Begegnungen bei denen Partner ihre Ziele erreichen und gescheiterter Begegnungen bei denen Verbindungen scheitern die Erwartungen und Präferenzen junger Menschen beeinflussen. Das Ziel ist es, junge Menschen mit Werkzeugen auszustatten, um Medien kritisch zu bewerten. Sie sollen lernen, Fakten von Fiktionen zu unterscheiden, Stereotypen zu erkennen, unrealistische Schönheitsideale herauszufordern und vielfältige Geschichten zu schätzen. Love on Screen bietet wertvolle Erkenntnisse für Pädagogen, Medienproduzenten und politische Entscheidungsträger. Die Ergebnisse fördern gesündere, inklusivere Darstellungen von Liebe und regen zu Geschichten an, die die Vielfalt menschlicher Beziehungen widerspiegeln.
- Universität Wien - 100%