Chicks Rule! Die Herrschaft von Mädchen und Frauen in der schönen neuen Fernsehserienwelt
Wissenschaftsdisziplinen
Rechtswissenschaften (100%)
Keywords
- Television Series,
- (mass)media,
- Women,
- Girls,
- Gender,
- Popular Culture,
- Femininity
Inspiriert durch den Cosmopolitan-Artikel "Why women rule entertainment" gehe ich in meiner Studie über die schönen neuen Heldinnen in der Populärkultur ihrer Regentschaft vor allem in der US-amerikanischen Serienwelt nach, wobei insbesondere auf die Verstrickung von Populärkultur, Postfeminismus und Weiblichkeitsrepräsentationen und -konstruktionen eingegangen wird. Die prominentesten Herrscherinnen sind dabei die Mädchen und Frauen aus den Serien Ally McBeal, Sex and the City, Xena, Alias, La Femme Nikita, Dark Angel, Buffy, Daria, Willkommen im Leben, Dawsons Creek und Gilmore Girls, die allesamt unterschiedlichste, meist aber transgressive und subversive Arten von Weiblichkeit verkörpern. Auch wenn die progressiven Frauencharaktere, auf die ich im Laufe der Diskussion eingegangen bin, fiktiv sind, so bergen sie doch zahlreiche symbolische Möglichkeiten in sich, deren gesellschaftliche und kulturelle Tragweite es im Spannungsfeld zwischen Genderquake und Gender Trouble aufzuzeigen galt. Sowohl in ihrer Vielfalt und Verschiedenheit als auch in ihren speziellen Repräsentationen und Konstruktionen von Weiblichkeit, die stereotypes Mädchen- und Frausein subvertieren, belegen sie, dass Weiblichkeit ein gesellschaftliches und kulturelles Konstrukt ist. Und eben aufgrund dieser Konstruierbarkeit können die herkömmlichen Vorstellungen von idealtypischer Weiblichkeit besonders im Sinne von "subversiven Wiederholungen", wie sie von Judith Butler beschrieben werden, durchbrochen und verändert werden. Mein besonderes Anliegen war es, herauszufinden, was die Faszination und Popularität dieser "Chicks" ausmacht und warum sie "rule", wobei ich zu dem Schluss gekommen bin, dass es gerade die Unkonventionalität und Subversivität dieser Charaktere ist, die insbesondere das weibliche Publikum ansprechen und zu Identifikation einladen.