Sensorische Erkundungen der (post-)sozialistischen Stadt
Making Sense of the (Post-)Socialist City
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (40%); Geschichte, Archäologie (20%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (20%); Soziologie (20%)
Keywords
- Urban Sensescapes,
- Sensory Knowledge,
- Affective Heritage,
- (post-)socialist cities,
- Urban Materialities,
- Body Memory
Jede Stadt hat ihr Pflaster. Ob Katzenkopfsteine, Fliesen, Betonplatten oder Asphalt, jedes Pflaster besteht aus einem bestimmten Material. Und jedes Material steht für eine Zeit. Die Oberfläche einer Stadt besteht also aus materiellen Spuren der Vergangenheit, die sich mit Spuren der Gegenwart vermischen unter anderem in Form von Pflastersteinen, Gehwegen, Grünflächen und Geländern. Das Projekt geht der Frage nach, wie sich ein Ort anhand seiner Materialität und seiner Materialien lesen lässt. Dazu wird die Geschichte seiner Materialien mit dem sensorischen Wissen und dem Körpergedächtnis seiner Bewohner und Bewohnerinnen verknüpft. Das Projekt beschäftigt sich mit europäischen Städten des späten Staatssozialismus und ihrer Entwicklung nach 1989 und stellt sensorische, vor allem taktile Erfahrungen in den Mittelpunkt, um die kulturellen, sozialen und ökonomischen Veränderungen von den 1980er Jahren bis heute buchstäblich zu erfühlen. Durch die Erforschung des greifbaren Erbes ausgewählter Städte der Materialien, Texturen, Stofflichkeit und Taktilität ihrer Oberflächen in Kombination mit den sensorischen Erfahrungen und Erinnerungen ihrer Bewohner und Bewohnerinnen, legt das Projekt seinen Schwerpunkt nicht nur auf das materielle sondern auch das immaterielle (emotionale) Erbe im Wandel.
- Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), 24 Monate, Arnold Bartetzky
- Universität Wien , 12 Monate