PEACE - Partizipatives Engagement für Anpassung und Naturschutz
PEACE - Participatory Engagement for Adaptation and Conservation
Europäische Partnerschaften: Biodiversa+
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (30%); Kunstwissenschaften (10%); Wirtschaftswissenschaften (60%)
Keywords
- Wildlife,
- Conservation,
- Conflict,
- Environmental Policy,
- Governance of Natural Resources
Das Projekt Participatory Engagement for Adaptation and Conservation Efforts (PEACE) widmet sich einer der dringendsten Umweltfragen unserer Zeit: Wie können Menschen und Wildtiere in Einklang miteinander leben und gleichzeitig die biologische Vielfalt schützen? Das Projekt konzentriert sich auf das Greater Limpopo Transfrontier Conservation Area (GLTFCA), eine artenreiche Region, die Schutzgebiete und Gemeinden in Mosambik, Südafrika und Simbabwe verbindet. Während sich Wildtierbestände erholen und sich wieder freier bewegen, nehmen Begegnungen zwischen Tieren und Menschen (insbesondere Landwirten und Viehhaltern) zu und führen mitunter zu Konflikten. PEACE entwickelt neue, gerechte und inklusive Wege, um solche Herausforderungen zu meistern. Dabei werden moderne Technologien mit der aktiven Beteiligung der Bevölkerung kombiniert. Automatische Monitoringstationen mit Kameras, Mikrofonen und Sensoren sammeln in Echtzeit Daten über Tierbewegungen, Lebensräume und Mensch-Wildtier-Begegnungen. Künstliche Intelligenz wertet diese Daten aus und unterstützt lokale Entscheidungen zu Naturschutz und Landnutzung. Ein zentrales Element sind Bürgerjurys, strukturierte Dialogformate, in denen Anwohner gemeinsam über Lösungen beraten, um Lebensgrundlagen und Wildtierschutz in Einklang zu bringen. Ergänzend werden Planspiele und Zukunftswerkstätten eingesetzt, um komplexe Landnutzungsthemen greifbarer zu machen und gemeinsames Zukunftsdenken zu fördern. Ein transdisziplinäres Expertengremium aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sorgt für wissenschaftliche Qualität und politische Relevanz. PEACE verknüpft automatisierte Biodiversitätsdaten mit gerechten Ausgleichsmechanismen und neuen Biodiversitätskrediten. So wird erprobt, wie Technologie, Marktinstrumente und lokale Beteiligung sich gegenseitig stärken können für einen Naturschutz, der Mensch und Umwelt gleichermaßen nützt. Durch die Verbindung von lokaler Zusammenarbeit, Geschlechtergerechtigkeit, sozialer Inklusion und Achtung traditionellen Wissens trägt PEACE zu einem tiefgreifenden Wandel bei. Das internationale Konsortium unterstützt mit seiner Arbeit die Ziele des Kunming-Montreal Global Biodiversity Frameworks und entwickelt praxisnahe, übertragbare Lösungen für den Schutz der biologischen Vielfalt in gemeinsam genutzten Landschaften.
- Universität Innsbruck - 100%