Erhalten metabolische Enzympolymere alternde Oozyten?
Do metabolic enzyme polymers preserve ageing oocytes?
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
- Oocyte dormancy,
- Enzyme polymerization,
- Meiosis,
- Gametogenesis,
- Metabolic Regulation
Die Fruchtbarkeit der Frau hängt von einer begrenzten Anzahl an Eizellen (sogenannten Oozyten) ab, die bereits bei der Geburt vorhanden sind und über Jahrzehnte in den Eierstöcken verbleiben können. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch die Qualität dieser Zellen ab, was es schwieriger macht, schwanger zu werden, und das Risiko für genetische Probleme beim Kind erhöht. Die Wissenschaft versteht bislang nicht vollständig, wie es diesen Zellen gelingt, über so lange Zeit funktionsfähig zu bleiben. Das erschwert die Entwicklung von Mitteln, welche die weibliche Fruchtbarkeit im Alter erhalten. Spannenderweise haben Studien an Hefezellen einfachen einzelligen Organismen gezeigt, dass bestimmte Enzyme des Stoffwechsels langlebige Strukturen bilden können, welche den Zellen helfen, lange Ruhephasen zu überstehen. Diese Enzym-Polymere wirken wie Speichereinheiten und ermöglichen es der Hefe, ihren Lebenszyklus fortzusetzen, sobald die Lebensbedingungen sich wieder günstig sind. Da die Grundbausteine des Stoffwechsels bei vielen Lebewesen ähnlich sind, vermuten wir, dass ein ähnliches System auch bei Säugetieren einschließlich dem Menschen existieren könnte. In diesem Projekt möchten wir herausfinden, ob solche Enzym-Polymere auch in Eizellen von Säugetieren vorkommen. Dazu verwenden wir moderne Bildgebungstechnologien, um Eizellen von Mäusen zu untersuchen und festzustellen, ob wichtige Stoffwechselenzyme solche Strukturen bilden. Anschließend werden wir testen, ob diese Polymere tatsächlich notwendig sind, um die Eizellen gesund zu erhalten, indem wir gezielt ihre Bildung blockieren und die Auswirkungen davon beobachten. Falls unsere Forschung bestätigt, dass die Polymerbildung von Enzymen hilft die Qualität der Eizellen über längere Zeiträume aufrecht zu erhalten, könnte dies neue Wege eröffnen, um die weibliche Fruchtbarkeit zu schützen. Darüber hinaus könnten unsere Ergebnisse auch für andere Forschungsbereiche wie die Stammzell- oder Krebsforschung relevant sein also überall dort, wo Zellen über längere Zeiträume hinweg inaktiv jedoch dabei funktionsfähig bleiben müssen.
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