Pilze könnten zu den wichtigsten Verbündeten einer nachhaltigen Zukunft werden. Das #ConnectingMinds-Projekt „BFUNGI“ untersucht, wie sich das Myzel – das weitverzweigte unterirdische Netzwerk von Pilzen – als Basis für biobasierte Materialien, zirkuläre Produktionsweisen und neue Formen des gemeinsamen Lernens nutzen lässt. Ziel ist es, wissenschaftliche Forschung, künstlerische Praxis und gesellschaftliches Engagement zusammenzuführen, um innovative Lösungen für die ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.
„Das Programm #ConnectingMinds eröffnet uns die Möglichkeit, gemeinsam mit Akteur:innen aus der Praxis neue Wege für eine sozialökologische Transformation zu erschließen. Ausgehend von unseren Forschungen zu Myzel als Material und Methode verbinden wir wissenschaftliches und gesellschaftliches Wissen durch künstlerische und experimentelle Zugänge. Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Lösungen gemeinsame Lernprozesse und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe voraussetzen“, sagt Projektkoordinatorin Sarah Kolb von der Kunstuniversität Linz.
Im Zentrum des inter- und transdisziplinären Projekts steht ein offenes Pilzlabor, das Wissenschaft, Kunst, Design und Bildung miteinander verbindet. Hier werden biobasierte Materialien auf Myzelbasis entwickelt, zirkuläre Produktionsprozesse erforscht und neue Formate für Wissensaustausch und gemeinsames Experimentieren erprobt. Forschungsergebnisse werden dabei nicht nur im Labor gewonnen, sondern im Dialog mit Praxisakteur:innen und der Öffentlichkeit weiterentwickelt.
BFUNGI gliedert sich in vier Forschungsfelder: regenerative Architektur, Materialwirtschaft, Kunst & Bildung sowie Designforschung. Die enge Verzahnung dieser Bereiche soll neue Perspektiven auf nachhaltiges Bauen, ressourcenschonende Materialien und resiliente Lebensräume eröffnen.
Dabei versteht das Projekt Pilze nicht nur als biologische Ressource, sondern auch als Modell für vernetztes Denken und kooperative Prozesse. So wird das Myzel zum Ausgangspunkt für neue Ansätze einer sozialökologischen Transformation, bei der Forschung, Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe Hand in Hand gehen.