174 neue Forschungsprojekte erhalten FWF-Förderung
In der dritten Kuratoriumssitzung des Jahres 2026 entschieden die Referent:innen des FWF auf Grundlage internationaler Begutachtungen über insgesamt 780 Förderanträge. Davon können 174 Forschungsprojekte aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz mit insgesamt 84,3 Millionen Euro finanziert werden.
Den größten Anteil bildeten die Einzelprojekte. Von den 231 eingelangten Anträgen wurden 62 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 27,9 Millionen Euro bewilligt. Dadurch können zahlreiche Vorhaben in der Grundlagenforschung realisiert werden.
Unter den 174 bewilligten Projekten finden sich auch 50 Projekte aus internationalen Programmen – darunter Kooperationen mit Deutschland, Frankreich und Polen sowie das europäische QuantERA-Programm für Forschung und Innovation im Bereich der Quantentechnologien – mit einer Bewilligungssumme von rund 20 Millionen Euro, wobei hier die endgültigen Zusagen der Partnerorganisationen noch ausstehen.
Markus Aspelmeyer erhält den FWF-Wittgenstein-Preis 2026
Ebenfalls in die Juni-Sitzung fiel die Entscheidung zu Österreichs höchstdotierten Wissenschaftspreisen: Der diesjährige mit 2 Millionen Euro dotierte FWF-Wittgenstein-Preis ging an den Quantenphysiker Markus Aspelmeyer. Mit der Förderung möchte er seine Experimente an der Universität Wien und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften langfristig weiterführen und die großen offenen Fragen an der Schnittstelle von Quantenphysik und Gravitation angehen. Die FWF-ASTRA-Preise wurden zum zweiten Mal vergeben: Elf Frauen und sieben Männer werden ihre fünfjährigen Projekte an Universitäten und weiteren Forschungsstätten in ganz Österreich durchführen.
Zwei neue #ConnectingMinds-Projekte starten
Mit den #ConnectingMinds-Förderungen erforschen gemischte Teams aus Wissenschaft und Praxis Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen. Zwei Teams konnten sich in der dritten Ausschreibungsrunde in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchsetzen und die internationale Jury überzeugen. Sie werden jetzt mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich gefördert:
Building(s) Tomorrow(s) with Fungi
- Koordination: Sarah Kolb, Kunstuniversität Linz
- Konsortiumsmitglieder und Partnerforschungsstätten: Jutta Strohmaier, Florian Sametinger (beide Kunstuniversität Linz), Martin Kaltenbrunner (Johannes Kepler Universität Linz)
- Praxisakteur:innen: Forum Umweltbildung, Klimabündnis Österreich, Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie, MyPilz & Wiener Pilzfestspiele, sendance permeable electronis, Österreichische Mykologische Gesellschaft, Mykologische Arbeitsgemeinschaft am Biologiezentrum Linz, Ars Electronica und die Höhere landwirtschaftliche Bundeslehranstalt St. Florian
Adaptation for Just and Sustainable Transitions
- Koordination: Krzysztof Janowicz, Universität Wien
- Konsortiumsmitglieder und Partnerforschungsstätten: Meike Levin-Keitel, Patrick Sakdapolrak (beide Universität Wien)
- Praxisakteur:innen: DIALOGPLUS, Stadt-Umland-Management (SUM) Vienna, Planning Office Modul 5
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