Filmische Reise durch Österreichs Quanten-Community
100 Jahre nach Formulierung der Quantenmechanik zählt Österreich zu den führenden Forschungsnationen in der Quantenphysik. Ein Forschungsfeld, das sich auf alle Bereiche unserer Kultur, Wissenschaft und Technologie auswirken wird. Grund genug für FFG und FWF, mit der Kamera zu Vertreter:innen von Österreichs Quantenforschung zu reisen, um über Erfolge und Potenziale zu sprechen. So spricht etwa Gregor Weihs, Koordinator des Exzellenzclusters für Quantenwissenschaften Quantum Science Austria, darüber, wie Quantenmechanik nicht nur unser Verständnis der Physik verändert, sondern auch die Technologien von morgen prägt. Quantenphysiker Philip Walther, Professor an der Universität Wien, erklärt im Video, warum Quantenphysik weit mehr ist als abstrakte Theorie, und Sonja Bruckner vom Software Competence Center Hagenberg erläutert den Unterschied zwischen Quantencomputern und klassischen Computern.
„Die Quantenforschung schafft völlig neue wissenschaftliche und technologische Perspektiven und zählt zu den innovationsstärksten Forschungsfeldern unserer Zeit. Österreich verfügt hier dank langfristiger Investitionen über ausgezeichnete Voraussetzungen – von exzellenter Grundlagenforschung über erste Anwendungen bis hin zu erfolgreichen Start-ups. Seitens des FWF zählt die Quantenforschung zu den intensiv geförderten Bereichen, darunter der Exzellenzcluster Quantum Science Austria und die Projekte der Förderinitiative Quantum Austria“, hebt Christof Gattringer, Präsident des FWF, die standortrelevante Bedeutung der Quantenforschung hervor.
„Quantenphysik ist ein europäisches und ein österreichisches Stärkefeld in der Wissenschaft. Jetzt wollen wir daraus einen Industriezweig entwickeln, der Wohlstand sichert und die europäische Resilienz stärkt. In der Kurzdokumentation zeigen wir, dass Österreich alles hat, was dazu nötig ist. Wir müssen unsere Chance nur nutzen“, sagen die Geschäftsführerinnen der FFG, Henrietta Egerth und Karin Tausz, und betonen: „Die Förderung von Quantentechnologien war und ist gut investiertes Geld. Österreichs Forschende und Unternehmen zählen hier zur Weltspitze – ein Vorteil, von dem der Standort auch in Zukunft profitieren wird. Umso wichtiger ist es, diesen Bereich weiter auszubauen und die Dynamik beizubehalten.
Ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial
Das wirtschaftliche Potenzial ist gewaltig: Laut Quantum Technology Monitor 2025 von McKinsey wächst der weltweite Markt für Quantentechnologien von rund 875 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 90 Milliarden Euro im Jahr 2035. Österreich ist mit einer dichten Landschaft aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen bestens aufgestellt: Von der Universität Innsbruck, der TU Wien, der Universität Wien, der JKU Linz und dem ISTA über Forschungsorganisationen wie ÖAW IQOQI, AIT, Silicon Austria Labs und das Software Competence Center Hagenberg bis hin zu Unternehmen wie Infineon, AVL, Alpine Quantum Technologies, ParityQC, Quantum Industries, QND, TTTech Auto, Beyond Gravity, Cancom und Nutshell Quantum.
Investitionen von FWF und FFG zeigen Wirkung
Dank der Förderung durch den FWF und die FFG sowie der Unterstützung des öffentlichen Sektors und der EU konnte sich Österreich zu einem führenden Standort für Quantenforschung und -innovation entwickeln. Dieses Quanten-Ökosystem trägt dazu bei, wissenschaftliche Durchbrüche in praktische Anwendungen zu überführen und Österreichs Position in einem der bedeutendsten Felder der modernen Wissenschaft zu stärken. Über die letzten 30 Jahre wurden in Österreich laut einer WIFO/IHS/JR-Studie insgesamt 400 Millionen Euro in die Quantenforschung (Grundlagen- und angewandte Forschung) investiert, davon rund 284 Millionen Euro durch den FWF. Die Erfolge der österreichischen Quantenforschung basieren laut Studie auf einem Zusammenspiel von Grundlagenforschung, langfristigen Förderungen und internationaler Vernetzung, wie es unter anderem die jährlichen Quantum-Austria-Vernetzungstreffen von FWF und FFG ermöglichen. Spin-offs wie Austrian Quantum Technology, ParityQC oder Quantum Industries stehen beispielhaft für den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in innovative Unternehmen. Seit 2012 wurden sieben Start-ups im Bereich Quantentechnologien gegründet, die alle aus österreichischen Forschungsinstitutionen hervorgegangen sind.
Aktuelle nationale und europäische Investitionen in die Quantenforschung
Auf nationaler Ebene investierten FFG und FWF im Auftrag des BMFWF in der Förderinitiative Quantum Austria zwischen 2021 und 2026 insgesamt 107 Millionen Euro aus der EU-Wiederaufbaufazilität NextGenerationEU in den Ausbau der Quantenforschung und -technologien sowie in Hochleistungsrechner. Dazu kommen noch mehrere Beteiligungen an europäischen Initiativen wie beispielsweise QuantERA.
Einen Überblick über die im Rahmen von Quantum Austria geförderten Projekte geben das Forschungsradar des FWF sowie die Zwischenberichte auf der Website des EU-Aufbauplans.