Großaufnahme von bunten Holzkugeln auf einem Rechenschieber
Wissenschaftliche Integrität und Transparenz: Der FWF prüft Verdachtsfälle von wissenschaftlichem Fehlverhalten und veröffentlicht jährlich eine Statistik. © Unsplash/Crissy Jarvis

Vertrauen in die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft und Forschung ist essenziell. Forschungsintegrität und -ethik bilden integrale Bestandteile des Forschungsprozesses und sind Qualitätsmerkmale exzellenter Forschung nach höchsten internationalen Maßstäben. Im Einklang mit zahlreichen anderen wissenschaftlichen Organisationen legt der FWF bei der Durchführung von Forschungsprojekten hohe ethische Standards an. Mit einem eigenen Verfahren und durch enge Zusammenarbeit mit der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) prüft der FWF Verdachtsfälle von möglichem wissenschaftlichem Fehlverhalten. Im Sinne der Transparenz dokumentiert der FWF alle Verdachtsfälle und publiziert die Statistik jährlich in anonymisierter Form.

Demnach gab es von 2008 bis 2025 bei fast 45.000 entschiedenen Anträgen 116 Verdachtsfälle in Zusammenhang mit Personen, die Forschungsanträge an den FWF gestellt haben bzw. an ihnen beteiligt waren. In 65 Fällen konnte nach erfolgter Prüfung kein Fehlverhalten festgestellt werden. In 47 Fällen wurde ein Verstoß identifiziert und es wurden, je nach Ausmaß des Verstoßes, Sanktionen beschlossen. Diese reichen von Mahnbriefen, der Aufforderung zu Korrekturen und Antragssperren beim FWF bis hin zu Projekteinstellungen und Mittelrückzahlungen.

42 Prozent der Fälle sind im Rahmen der FWF-Verfahren aufgekommen, 58 Prozent der Verdachtsfälle wurden von externen Hinweisgeber:innen an den FWF herangetragen.

Die jährlich aktualisierten Zahlen finden Sie in folgendem Bereich: 

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