Exzellenzcluster beschleunigen Wissensaustausch und Transfer
Welchen Beitrag die Exzellenzcluster zu Innovationsprozessen leisten können und wie sich Synergien zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft systematisch erschließen lassen, stand zu Beginn im Mittelpunkt. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hob die Bedeutung der Exzellenzcluster für den Wissenschaftsstandort Österreich zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und öffentlicher Infrastruktur hervor. Christof Gattringer betonte den Bottom-up-Ansatz mit Fokus auf wissenschaftliche Exzellenz. Vizepräsidentin Ursula Jakubek brachte den Aspekt der gemeinsamen Finanzierung mit den beteiligten Forschungsstätten in die Diskussion ein. Axel A. Brakhage knüpfte mit einer Einordnung aus Perspektive der deutschen Exzellenzstrategie an. Er betonte den Mehrwert vielfältiger Kooperationsformate und hob den wechselseitigen Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft hervor. Die Hamburger Innovationsexpertin verwies auf noch bestehende strukturelle Defizite im Technologietransfer. Ein integriertes Ökosystem aus Hochschulen, Start-ups, etablierten Unternehmen und öffentlichem Sektor ist entscheidend, um Forschungsergebnisse effizient in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertschöpfung zu überführen. Netzwerke übernehmen dabei eine zentrale Knotenfunktion, indem sie Akteure verbinden, Wissensaustausch erleichtern und Transferprozesse beschleunigen. FWF-Präsident Christof Gattringer zog in weiterer Folge eine erste Zwischenbilanz zur erfolgreichen Startphase der Exzellenzcluster und ihrer strukturellen Wirkung für den Wissenschaftsstandort. Gleichzeitig unterstrich er das Engagement der beteiligten Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten.
Netzwerktreffen aller Exzellenzcluster
Im zweiten Teil des Summits standen die neun Exzellenzcluster im Fokus. Die neun Directors of Research gaben Einblicke in ihre aktuellen Forschungsarbeiten, stellten erste Ergebnisse vor und präsentierten die vielfältigen Nachwuchs- und Transferaktivitäten. Abschließend bot ein Networking unter dem Motto „Wissenschaft verbindet“ die Gelegenheit, mit den Forschenden der Exzellenzcluster ins Gespräch zu kommen und fachliche Kontakte zu vertiefen.