Neue Europäische Partnerschaften stärken Forschung zu Hirngesundheit und Pandemievorsorge
Europäische Partnerschaft BrainHealth: Forschung für Hirngesundheit
Der FWF ist Teil der Europäischen Partnerschaft BrainHealth (EP BrainHealth), die die Hirngesundheit über die gesamte Lebensspanne hinweg verbessern möchte. Im Fokus stehen Prävention, Verständnis und Behandlung neurologischer sowie psychischer Erkrankungen. Die Partnerschaft vereint 54 Organisationen aus 33 Ländern und verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Evidenz zu schaffen, um Gehirnerkrankungen vorzubeugen, sie besser zu behandeln und das Wohlbefinden der Betroffenen in Europa und darüber hinaus zu verbessern.
Der FWF beteiligt sich am Call 2 der Partnerschaft mit dem Titel „Biological, social and environmental factors that impact the trajectory of brain health across the lifespan – in the field of neurodegeneration“. Die Ausschreibung ist zweistufig: Konzeptanträge können bis zum 10. März 2026 eingereicht werden, Vollanträge bis zum 30. Juni 2026. Die maximal beantragbare Summe für FWF-Projektleiter:innen beträgt 450.000 Euro.
Europäische Partnerschaft BE READY: Vorbereitung auf zukünftige Pandemien
Mit der Europäischen Partnerschaft BE READY (European Partnership for Pandemic Preparedness) wird ein weiterer zentraler Forschungsbereich adressiert. Die Partnerschaft reagiert auf die Lehren aus der Covid-19-Pandemie sowie jüngeren Ausbrüchen wie aviärer Influenza (H5N1) und Mpox, die deutlich gemacht haben, wie eng Umwelt-, Tier- und Menschengesundheit im Sinne des One-Health-Ansatzes miteinander verknüpft sind.
BE READY verfolgt das Ziel, ein koordiniertes europäisches Forschungssystem aufzubauen, das optimal auf zukünftige Gesundheitskrisen durch infektiöse Erkrankungen vorbereitet ist und rasch sowie effizient reagieren kann. Der erste Call der Partnerschaft startet am 19. Jänner 2026, Konzeptanträge können bis zum 13. April 2026 eingereicht werden, Vollanträge bis zum 20. August 2026. Das Ausschreibungsthema lautet „BE READY: Advancing knowledge of host and pathogen dynamics to better combat emerging diseases“. Gefördert werden innovative Forschungsprojekte, die das Pandemiepotenzial neu auftretender und wiederkehrender Pathogene untersuchen, die durch diese Erreger verursachte Pathophysiologie besser verstehen sowie neue medizinische Gegenmaßnahmen entwickeln. Die maximal beantragbare Summe für FWF-Projektleiter:innen beträgt ebenfalls 450.000 Euro.