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ORE bietet Forschenden die Möglichkeit, ohne Gebühren open access zu publizieren © Open Research Europe

Die Publikationsplattform „Open Research Europe (ORE)“ zielt darauf ab, Forschung frei und kostenlos zugänglich zu machen. Bislang ausschließlich Forschenden mit Förderung durch die Europäische Kommission vorbehalten, wird sie nun zu einer kollektiv geförderten Plattform weiterentwickelt, die einer breiteren Gruppe an Forschenden offensteht. Unter der Leitung des CERN und mit einem gemeinsamen Budget von fast 17 Millionen Euro für den Zeitraum 2026–2031 wird ORE es Forschenden aus den teilnehmenden Ländern ermöglichen, ohne Gebühren open access zu publizieren. Das ORE-Konsortium umfasst derzeit Mitglieder aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden und der Schweiz. Die Europäische Kommission ist ebenso in die Weiterentwicklung eingebunden und stellt ebenfalls finanzielle Unterstützung bereit.

„Die Weiterentwicklung von Open Research Europe ist ein wichtiger Schritt hin zu einem offenen, fairen und nachhaltigen wissenschaftlichen Publikationssystem“, betont FWF-Präsident Christof Gattringer. „Als Forschungsförderer sehen wir es als unsere Verantwortung, Rahmenbedingungen zu unterstützen, die wissenschaftliche Qualität sichern, Transparenz stärken und allen Forschenden sowie der Öffentlichkeit einen gleichberechtigten Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen.“

Meilenstein für transparentes und faires Publizieren

Open Research Europe versteht sich als öffentlich finanzierte Alternative zu kommerziell geprägten Publikationsmodellen und verzichtet bewusst auf publikationsbasierte Gebühren. Die Publikationsplattform arbeitet mit einem offenen Begutachtungsverfahren (Open Peer-Review) und unterstützt dadurch die Nachvollziehbarkeit des Publikationsprozesses. Das Publizieren auf ORE ist künftig für alle Forschenden aus Österreich kostenfrei, wodurch der freie Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen verbessert wird. Die Reproduzierbarkeit und Integrität wissenschaftlicher Arbeit wird ausgebaut und ein frühzeitiger, transparenter Austausch innerhalb der wissenschaftlichen Community ermöglicht. Technologisch basiert ORE auf der Open-Source-Software „Open Journal Systems (OJS)“, um eine langfristige und nachhaltige Infrastruktur zu gewährleisten.

Gemeinsam für mehr Open Access

Open Research Europe ist eine qualitativ hochwertige und kostenfreie Publikationsumgebung, die künftig allen Forschenden aus den beteiligten Ländern offensteht. Durch internationale Kooperation und eine gemeinsame nicht-kommerzielle Infrastruktur positioniert sich ORE als zukunftsweisende Alternative im wissenschaftlichen Publikationssystem. Die Weiterentwicklung von ORE unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer europäischer Initiativen für eine offene, transparente und nachhaltige Wissenschaft. Forschende und Institutionen sind eingeladen, diesen Weg aktiv mitzugestalten und ab Herbst 2026 die kostenlose Publikationsinfrastruktur zu nutzen. In den nächsten Monaten werden nähere Details sowie der genaue Starttermin bekannt gegeben.

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