Evaluierung bestätigt doc.funds-Programm strategischen Mehrwert
Die Expert:innen des Forschungsvereins „3s research laboratory“ und des „CHEPS – Center for Higher Education Policy Studies“ evaluierten den Impact des seit zehn Jahren laufenden doc.funds-Programms. Der nun vorliegende Evaluierungsbericht bescheinigt den doc.funds einen strategischen Mehrwert für Wissenschaft und Innovation in Österreich.
doc.funds hat sich als effektives Instrument erwiesen, um Forschungsstätten in Österreich für junge, internationale Talente attraktiv zu machen und diese bestmöglich zu fördern. Die Möglichkeit, hochqualifizierte Doktorand:innen anzuwerben und ihnen eine gesicherte Finanzierung zu bieten, war dabei ein zentraler Faktor. Auch wenn doc.funds angesichts der begrenzten finanziellen und zeitlichen Ressourcen eher als fokussiertes denn als breit angelegtes Programm betrachtet werden kann, bietet es den geförderten Projekten dennoch einen Raum, in dem innovative Ansätze entstehen und sich entfalten können. Diese Ansätze haben dabei durchaus das Potenzial, institutionelle Veränderungen anzustoßen und die strukturierte Doktoratsausbildung an den jeweiligen Forschungsstätten zu stärken.
Darüber hinaus hat dieses Förderformat die akademische Kultur an den Institutionen maßgeblich hin zu einer teamorientierten Doktoratsbetreuung, zu einem fruchtbaren interdisziplinären Diskurs und zu exzellenten Standards in der Qualitätssicherung transformiert. Gleichzeitig eröffnete doc.funds auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Forschung, sowohl innerhalb als auch zwischen den Forschungsstätten und über die Projektlaufzeit hinaus.
Weiterentwicklung des Förderangebots
Die Analysen und Empfehlungen des Evaluierungsberichts geben dem FWF nun die Gelegenheit, das Programm weiterzuentwickeln. Dabei stehen für die nächste Entwicklungsphase vor allem die folgenden strategischen Handlungsfelder im Fokus: Integration unterrepräsentierter Themenbereiche, Sicherung langfristiger Finanzierung, Optimierung der Entscheidungsverfahren, stärkere Flexibilisierung von Kooperationen sowie Ausbau überfachlicher Qualifikationen und systematisches Career-Tracking.