Inkompatibilismus, Intensionalität und Hyperintensionalität
Incompatibilism, Intensionality and Hyperintensionality
Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (100%)
Keywords
- Free will,
- Incompatibilism,
- Intensionality,
- Hyperintensionality,
- Modality,
- Determinism
Können Menschen wirklich einen freien Willen haben, wenn unsere Handlungen bereits durch vergangene Ereignisse, Naturgesetze oder sogar göttliches Wissen bestimmt sind? Seit Jahrhunderten diskutieren Philosophinnen und Philosophen diese Frage, die im Zentrum unseres Verständnisses von Verantwortung, Moral und Entscheidung steht. Dieses Projekt untersucht die logischen Grundlagen dieser Debatten. Die zentrale Idee des Projekts ist, dass der Erfolg klassischer inkompatibilistischer Argumente (also Argumente, die behaupten, dass freier Wille nicht mit Determinismus oder göttlicher Vorherkenntnis vereinbar ist) davon abhängt, ob ein bestimmter logischer Operator, der ausdrückt, dass etwas außerhalb unserer Kontrolle liegt, sich auf eine bestimmte Weise verhält. Das Projekt fragt: Was muss für die Logik des keine Wahl Habens gelten, damit diese Argumente funktionieren? Unter Anwendung moderner Werkzeuge aus der formalen Logik und der Sprachphilosophie untersucht das Projekt, wie unsere Begriffe von Notwendigkeit, Möglichkeit und Fähigkeit miteinander zusammenhängen. Es verfolgt einen neuen und allgemeinen Ansatz: Anstatt zu fragen, was freier Wille ist oder worin freie Entscheidung besteht, fragt es, wie die Logik von Wahl und Entscheidung funktionieren sollte unabhängig davon, wie man diese Begriffe definiert. Diese formale und abstrakte Perspektive kann alte philosophische Debatten über Freiheit, moralische Verantwortung und menschliches Handeln in neuem Licht erscheinen lassen. Durch mehrere wissenschaftliche Artikel, internationale Konferenzen und Kooperationen wird das Projekt zu einem tieferen Verständnis beitragen, wie Überlegungen zum freien Willen mit allgemeineren Fragen über Logik, Bedeutung und menschliche Verantwortung zusammenhängen. Die Ergebnisse sollen nicht nur ein altes philosophisches Rätsel klären, sondern auch unser heutiges Denken über Entscheidung und Verantwortlichkeit vertiefen.
- Universität Wien - 100%
- Max Kölbel, Universität Wien , Mentor:in