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Epigraphischer Kommentar zur Johannesoffenbarung

Epigraphical Commentary on the Book of Revelation

Markus Öhler (ORCID: 0000-0003-4294-9778)
  • Grant-DOI 10.55776/PAT4839925
  • Bewilligungs­summe Einzelprojekte
  • Status laufend
  • Projekt­beginn 01.02.2026
  • Projektende 31.01.2030
  • Bewilligungs­summe 421.343 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (40%); Philosophie, Ethik, Religion (60%)

Keywords

  • Epigraphy,
  • Revelation of John,
  • Commentary,
  • New Testament
Abstract

Für die Untersuchung des Neuen Testaments fokussierte die exegetische Forschung bisher vor allem auf die literarischen Quellen als zeitgenössische Parallelen. Obwohl seit mehr als hundert Jahren gefordert wird, auch die dokumentarischen Zeugnisse wie Papyri, Inschriften oder Münzen ebenfalls als wichtige Ressourcen zur Kontextualisierung der frühchristlichen Literatur heranzuziehen, geschah das nur selten und nicht umfassend. Der Epigraphische Kommentar zum Neuen Testament (ECNT) füllt diese empfindliche Lücke, im konkreten Projekt im Blick auf die Johannesoffenbarung (1,1-8,1). In der Arbeit des Projekts werden Datenbanken, in denen Inschriften gesammelt wurden wie z.B. jene des Packard Humanities Institute oder des Supplementum Epigraphicum Graecum nach jenen Worten durchsucht, die in Apk 1,1-8,1 vorkommen. Die Ergebnisse werden nach verschiedenen Verwendungsweisen dieser Worte in den Inschriften gruppiert, wobei lokale und temporale Kriterien eine wichtige Rolle spielen. Je näher an Zeit und Ort der Abfassung der Johannesoffenbarung die inschriftlichen Belege sind also Ende des 1. /Anfang des 2.Jhd. n.Chr. im westlichen Kleinasien desto relevanter sind sie. Darüber hinaus werden auch weitere epigraphische Zeugnisse aus dem Mittelmeerraum untersucht, da sie zeigen können, wie weit die Verwendung eines Wortes verbreitet war. Dabei gilt als Voraussetzung, dass die Inschriften einen gewichtigen Ausschnitt aus dem Sprachgebrauch der griechisch-römischen Welt der frühen Kaiserzeit dokumentieren. Die so gefundenen und ausführlich vorgestellten Belege werden für eine Interpretation der Aussagen der Johannesoffenbarung herangezogen, sodass besser verständlich wird, was der Autor dieses apokalyptischen Text meinte bzw. wie seine Leser:innen es zur Abfassungszeit verstehen konnten. Dabei treten wie schon das Vorgängerprojekt zum1.Thessalonicherbrief zeigte neue Einsichten zutage, die weitere Interpretationsmöglichkeiten eröffnen. Manchmal bestätigen und ergänzen sie etablierte Auslegungen, oftmals bieten sie aber innovative Einsichten. Aus dem erarbeiteten Material entsteht eine Monographie, die die inschriftlichen Zeugnisse übersichtlich präsentiert und den Text von Apk 1,1-8,1 fortlaufend kommentiert. Die im Zuge des Projekts zu den einzelnen Worten des Neuen Testaments gesammelten Inschriften werden in einer Datenbank gesammelt, die online zugänglich gemacht werden wird. Die Arbeit am Epigraphischen Kommentar zum Neuen Testament geschieht im engen Zusammenwirken von neutestamentlicher Exegese und epigraphischer Forschung, sodass Kolleg:innen aus beiden Disziplinen an dem Gesamtprojekt beteiligt sind. Aus dem Bereich der Exegese sind das Markus Öhler (Univ. Wien) und Joseph Verheyden (KU Leuven), aus jenem der Epigraphik Riet Van Bremen (University College London) und Andrzej Chankowski (Université de Poitiers).

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Joseph Verheyden, Katholieke Universiteit Leuven - Belgien
  • Andrzej Chankowski, Université de Poitiers - Frankreich
  • Riet Van Bremen, University College London - Vereinigtes Königreich

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