205 Projekte, 74,3 Millionen Euro: FWF beschließt neue Förderungen
Das FWF-Kuratorium hat in seiner aktuellen Sitzung über zahlreiche Förderanträge aus verschiedenen Programmen entschieden. Grundlage für die Entscheidungen waren die Ergebnisse des internationalen Peer-Reviews. Von den insgesamt 205 bewilligten Projekten, die sich auf eine Investitionssumme von rund 74,3 Millionen Euro belaufen, stammen 29 Projekte aus internationalen Programmen. Für diese wurden bislang rund 9,6 Millionen Euro zugesagt, die endgültigen Zusagen der Partnerorganisationen stehen allerdings noch aus.
Einen Schwerpunkt der aktuellen Bewilligungsrunde bildete neben den Einzelprojekt-Förderungen das Karriereprogramm ESPRIT: Insgesamt können 49 Nachwuchsforschende ihre Projekte starten. Dafür stehen Fördermittel in Höhe von 17,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Top Citizen Science und Wissenschaftskommunikation
Auch die Programme Top Citizen Science und Wissenschaftskommunikation sind Teil der aktuellen Bewilligungsrunde. Der FWF hat die Förderbudgets zuletzt in beiden Programmen erhöht. Dadurch können nun insgesamt 16 Projekte an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten umgesetzt werden. Im Programm Top Citizen Science arbeiten Forschende gemeinsam mit interessierten Bürger:innen an wissenschaftlichen Projekten, wobei Letztere zu einem substanziellen, zusätzlichen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn beitragen. Das Programm Wissenschaftskommunikation unterstützt Forschende dabei, ihre Forschungsergebnisse mit neuen und kreativen Formaten unterschiedlichen Zielgruppen näherzubringen.
Dieses Mal konnten in beiden Programmen insgesamt 16 Vorhaben mit einem Fördervolumen von 1,6 Millionen Euro bewilligt werden.
Folgende neue Citizen-Science-Projekte starten:
Lukas Braun
DreamSpace – SchülerInnen erforschen algebraische Strukturen; Universität Innsbruck
Markus Brunner
Verschwörungstheorien in engen Beziehungen; Sigmund Freud Privatuniversität Wien
Sandra Guinand
Momentums; Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Ephrem Aboud Ishac
ABBA – Annotatoren trainieren KI für syrische Manuskripte; Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Kathrin Karsay
MYTH – Jugend verändert Narrative zur mentalen Gesundheit; Universität Wien
Julia Lanner
Citizen Science in der Erforschung einer invasiven Biene; Universität Salzburg
Christina Stoiber
Citizen Scientists untersuchen Visualisierungen im Alltag; Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten
Bettina Monika Thalinger
CSeWHALE; WasserCluster Lunz – Biologische Station GmbH
Folgende neue Wissenschaftskommunikations-Projekte starten:
Alice Assinger
Keine Panik, das ist nur RNA!; Medizinische Universität Wien
Stefan Hörtenhuber
COwLEARNING-CONNECTed – Dialog für Agrar-Ernährungswende; BOKU University
Sonia Kleindorfer
Unsere Zukunft spielen; Universität Wien
Oliver Neubauer
Herzkreislaufgesundheit bei Frauen – JETZT; Universität Wien
Andrea Schaffar
Visuelle Vertrauenssache(n) – Co-Kreation trifft Wissenschaft; Johannes Kepler Universität Linz
Christa Schleper
Asgard+Proteo – Zusammen fürs Leben; Universität Wien
Barbara Stelzl-Marx
Agenten der Geschichte; Universität Graz
Charlotte Zajc
Immuni-T – Immunzellen mit Superkräften; Medizinische Universität Wien
Neues FWF-Kuratorium gewählt
Als zentrales wissenschaftliches Gremium des FWF tagt das Kuratorium fünfmal jährlich, um auf Basis internationaler Gutachten über die Förderung exzellenter Forschungsprojekte zu entscheiden. Die Delegiertenversammlung des FWF hat im Rahmen ihrer letzten Sitzung die Referent:innen des Kuratoriums für die kommende dreijährige Funktionsperiode bis 2029 neu gewählt und bestellt. Insgesamt besteht das Kuratorium künftig aus 72 Mitgliedern. Das neu zusammengesetzte Kuratorium nimmt ab Oktober seine Arbeit auf. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
Die neu bewilligten Projekte aus allen Programmen finden Sie hier: