Schwarzweißes Logo von Open Research Europe
ORE bietet Forschenden aller Karrierestufen die Möglichkeit, ohne Gebühren open access zu publizieren. © Open Research Europe

Open Research Europe (ORE) ist eine wissenschaftsgeleitete Open-Access-Publikationsplattform, die seit diesem Jahr gemeinschaftlich von Forschungsförderern und Wissenschaftsorganisationen aus elf Ländern Europas getragen wird.

„Der Start von Open Research Europe ist ein wichtiger Schritt hin zu einem offenen, fairen und nachhaltigen wissenschaftlichen Publikationssystem“, betont FWF-Präsident Christof Gattringer. „Als Forschungsförderer sehen wir es als unsere Verantwortung, Rahmenbedingungen zu unterstützen, die wissenschaftliche Qualität sichern, Transparenz stärken und allen Forschenden sowie der Öffentlichkeit einen gleichberechtigten Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen.“

Meilenstein für transparentes und faires Publizieren

Ziel der Plattform ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse, Methoden und Forschungsprozesse möglichst offen, nachvollziehbar und nachnutzbar zu gestalten. So können neben klassischen Forschungsartikeln auch Einzelfallstudien, wissenschaftliche Essays oder Datenpublikationen eingereicht werden. Durch die Breite der Publikationsformate soll die Infrastruktur dazu beitragen, die Vielfalt wissenschaftlicher Leistungen stärker sichtbar zu machen. Technologisch basiert ORE auf der Open-Source-Software „Open Journal Systems“, um eine langfristige und nachhaltige Infrastruktur zu gewährleisten.

Publish-Review-Curate-Modell

Bei der Begutachtung folgt ORE dem Publish-Review-Curate-Modell. Nach einer Integritätsprüfung werden eingereichte Beiträge direkt veröffentlicht und anschließend offen begutachtet. Die Gutachten und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen werden nachvollziehbar dokumentiert, die Publikationen bei positiver Begutachtung in fachliche Sammlungen aufgenommen. Die Ausgestaltung der Plattform schließt direkt an die EU-Ratsschlussfolgerungen zu „high quality, transparent, open, trustworthy and equitable scholarly publishing“ aus dem Jahr 2023 an.

Internationales Trägerkonsortium umfasst elf Länder

Zu den Mitgliedern des Trägerkonsortiums zählen insgesamt 17 Wissenschafts- und Forschungsförderinstitutionen aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, der Schweiz, Slowenien und Spanien. Betrieben wird die Plattform seit diesem Jahr von der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN. Offizieller Vertragspartner auf österreichischer Seite ist der Wissenschaftsfonds FWF.

Wissenschaftlicher Beirat mit Vertretung aus Österreich

Im Rahmen der Neuausrichtung und Ausweitung der Trägerschaft wurde jüngst mit Christine Moissl-Eichinger eine Vertreterin der österreichischen wissenschaftlichen Community in das neu zusammengestellte Scientific Advisory Board von Open Research Europe berufen. Das Gremium trägt als unabhängige Gruppe dazu bei, die Leitung und die strategische Entwicklung der Plattform zu begleiten, während diese in ihre nächste Phase eintritt. Die 22 Mitglieder wurden aus einem Pool von 400 hochkarätigen Bewerbungen aus ganz Europa ausgewählt und stellen eine ausgewogene Verteilung über wissenschaftliche Disziplinen, Geschlecht und Karrierestufen dar, um mit einem weitreichenden Spektrum an Positionen wertvolle Einsichten beisteuern zu können.

ORE ab sofort zugänglich

Wissenschaftler:innen, die ihre Forschungsergebnisse auf Open Research Europe veröffentlichen möchten, finden unter Open Research Europe Informationen zu den Voraussetzungen für die Einreichung, den angebotenen Publikationsformaten, dem Begutachtungsverfahren und den geltenden Richtlinien.

CERN-Webinar am 1. Dezember 2026

Für Autor:innen bietet das CERN zur weiteren Information am 1. Dezember 2026 ein Webinar an.

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