Eine Person im weißen Arbeitsmantel mit blauen Gummihandschuhen hält im Labor Weinblätter und ein Teströhrchen
Mit dem EuregioScienceFund werden grenzübergreifende Projekte unterstützt, an denen Forschungseinrichtungen (im Bild ein Labor von Laimburg Research) der Euregio-Länder Tirol, Südtirol und Trentino beteiligt sind. © LPA/Laimburg Research/Ivo Corrà

Der „EuregioScienceFund“ der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino setzt die erfolgreiche Kooperation mit dem FWF fort, um weiterhin kooperative Projekte aus der Grundlagenforschung zu fördern. Im nunmehr sechsten Call stehen erneut knapp 4 Millionen Euro Fördervolumen zur Verfügung, um mehrjährige, interregionale Forschungsprojekte umzusetzen. Der Wissenschaftsfonds FWF übernimmt dabei wieder die Ausschreibung und qualitätsgesicherte Entscheidungsvorbereitung nach FWF-Standards. Die Projekte selbst werden an den Universitäten und Forschungsstätten aller drei Provinzen/Länder der Euregio durchgeführt. Ziel ist es, die Innovationskraft der Euregio sowie die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter zu stärken und attraktive Forschungsarbeitsplätze zu bieten.

Hagele, Achammer, Spinelli: „Mit Wissen und Innovationen die Euregio stärken“

Die für Wissenschaft, Forschung und Universität zuständigen Landesregierungsmitglieder, die Landesrätin des Euregio-Vorsitzlandes Tirol, Cornelia Hagele, der Südtiroler Landesrat Philipp Achammer und der Landeshauptmannstellvertreter des Trentino, Achille Spinelli, rufen Forschende aus Einrichtungen aller drei Euregio-Länder auf, sich auf die grenzübergreifende Zusammenarbeit einzulassen und entsprechende Kooperationsprojekte einzureichen: Mit dem Förderangebot würden die drei Euregio-Länder nicht nur die Innovationskraft im Euregio-Gebiet und die wissenschaftliche Zusammenarbeit stärken – es ergäben sich auch attraktive Forschungsarbeitsplätze und somit berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Forschenden.

FWF-Vizepräsident Georg Kaser begrüßt die neue Ausschreibungsrunde des EuregioScienceFund: „Kooperation macht Forschung erfolgreich. Der EuregioScienceFund fördert auch heuer wieder die enge Zusammenarbeit zwischen Teams aus allen drei Ländern, um Zukunftsthemen mit regionaler Relevanz voranzubringen. Die Auswahl durch den FWF garantiert dabei die hohe wissenschaftliche Qualität und unterstreicht das Innovationspotenzial der geförderten Projekte.“

Einreichungen bis 26. Mai möglich

Um eine transparente und qualitätsgesicherte Vergabe zu gewährleisten, arbeitet die Euregio in der Fördervergabe eng mit dem Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF zusammen. Alle Projektideen werden auf Basis des internationalen Peer-Review-Prozesses des FWF bewertet und der Euregio zur Förderung vorgeschlagen.

Interessierte Forschende finden demnächst alle weiteren Informationen zur Antragstellung auf der Website des FWF im Bereich „Länderkooperationen – Tirol-Südtirol-Trentino“. Die Ausschreibung startet im März und läuft bis 26. Mai 2026 (14:00 Uhr). Die geförderten Projekte werden im Sommer 2027 starten können, sie müssen 24 bis 36 Monate laufen und es müssen sich Forschungseinrichtungen aus allen drei Euregio-Ländern daran beteiligen.

EuregioScienceFund: Seit über 10 Jahren eine wissenschaftliche Erfolgsgeschichte

Eines der Ziele der Euregio ist die Förderung und Stärkung der wissenschaftlichen Forschung in den drei Provinzen/Ländern. Aus diesem Grund hat die Versammlung des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit bereits im Jahr 2014 beschlossen, einen Euregio-Forschungsfonds einzurichten. Der EuregioScienceFund fördert mehrjährige, gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich der Grundlagenforschung, an denen die drei Euregio-Gebiete beteiligt sind. Das gewählte Thema steht im Einklang mit den Zielen des Euregio-Wissenschaftsfonds zur Stärkung der interregionalen Zusammenarbeit auf wissenschaftlicher Ebene. Die ersten fünf Vergaberunden des EuregioScienceFund waren mit über 230 Einreichungen sehr erfolgreich. Insgesamt konnten sich bislang 25 ausgewählte grenzüberschreitende Projekte in der Vergabe behaupten.

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