Schimpfen zwischen Lust und Frust

„Schimpfen tut man nicht!“ haben wir doch alle schon als Kind gehört. Aber warum tun wir es dennoch? Beim „Am Puls“-Wissenschaftstalk am 20. Februar im Kabarett Simpl beleuchteten Sprachwissenschaftlerin Oksana Havryliv und der Dialektexperten Robert Sedlaczek die unterschiedlichen Schimpfkulturen.

„Schimpfen tut man nicht!“ haben wir doch alle schon als Kind gehört. Aber warum tun wir es dennoch? Ist Schimpfen grundsätzlich böse gemeint oder dient es eher dazu, negative Emotionen loszuwerden und Dampf abzulassen?

Die Sprache und ihre Regeln ändern sich kontinuierlich, und diese ständige Veränderung und Anpassung gilt auch für das Schimpfen. Doch welche Veränderungen stellen wir fest? Wie hat sich das Schimpfen über die Zeit und zwischen den Generationen gewandelt? Welche unterschiedlichen Schimpfkulturen gibt es in verschiedenen Sprachen? Welchen Einfluss haben andere Sprachen auf die Jugendsprache? Und wie äußert sich verbale Aggression in Schulen?

Oksana Havryliv und Robert Sedlaczek im Portrait
© NDR Uwe Ernst/Stefan Joham

Die aus der Ukraine stammende Germanistin Oksana Havryliv erforscht seit 30 Jahren das Schimpfen. Unter der Moderation von ORF-Radio-Wien-Programmchefin Jasmin Dolati durchleuchtete sie gemeinsam mit dem Dialektexperten und Journalisten Robert Sedlaczek die reichhaltige Wortschatzkiste, in der wir wühlen, wenn die Emotionen hochkochen.

Oksana Havryliv, Sprachwissenschaftlerin und Sachbuchautorin

Oksana Havryliv studierte Germanistik an der Nationalen Ivan-Franko-Universität Lviv, Ukraine, wo sie bis 2021 unterrichtete. 2001 promovierte sie nach ihrer Dissertation über die Schimpfwörter am Beispiel österreichischer moderner Literatur. Sie forscht seit 2006 an der Universität Wien und lehrte zuletzt am Zentrum für Lehrer*innenbildung. Nebenbei ist Oksana Havryliv als Buchautorin tätig. Zuletzt ist ihr populärwissenschaftliches Buch „Nur ein Depp würde dieses Buch nicht kaufen“ (Komplett Media Verlag) erschienen, in dem sie die Ergebnisse ihrer langjährigen Forschungsarbeiten dem breiten Leser:innenkreis präsentiert. Der FWF förderte mehrere ihrer Projekte, u. a. auch das Wissenschaftskommunikationsprojekt „Verbale Aggression im Handlungsfeld Schule: Ursachen, Formen, Gewaltprävention“, das sie von 2018 bis 2019 leitete.

Robert Sedlaczek, Journalist und Sachbuchautor

Robert Sedlaczek studierte Publizistik, Germanistik und Anglistik an der Universität Wien. Später war er als Journalist, Mitarbeiter Bruno Kreiskys im Büro des Bundeskanzlers, Verlagsleiter, Publizist und Sachbuchautor tätig. Robert Sedlaczek ist Autor zahlreicher Bücher über die Sprache und kulturgeschichtliche Themen, darunter das „Wörterbuch des Wienerischen“. Von 2005 bis 2023 erschien wöchentlich im Feuilletonteil der Wiener Zeitung die Sprachglosse „Sedlaczek am Mittwoch“. Nach Einstellung der Wiener Zeitung erscheinen seit Juli 2023 neue Beiträge auf sprachblog.at.

„Am Puls“-Wissenschaftstalk

20. Februar 2024, Kabarett Simpl, Wien

Oksana Havryliv, Sprachwissenschaftlerin und Sachbuchautorin

Robert Sedlaczek, Journalist und Sachbuchautor

Jasmin Dolati, Moderation, Programmchefin ORF-Radio Wien

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem ORF-Radio Wien statt.

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