FWF gratuliert Andrea Fischer zur âWissenschaftlerin des Jahresâ
âIch gratuliere Andrea Fischer ganz herzlich zur Auszeichnung als Wissenschaftlerin des Jahresâ, so FWF-PrĂ€sident Christof Gattringer in einer ersten Reaktion. âAndrea Fischer schafft es auf hervorragende Weise, die Bedeutung von Forschung im Allgemeinen sowie den fortschreitenden Klimawandel und den damit einhergehenden Gletscherschwund im Speziellen einer breiten Ăffentlichkeit verstĂ€ndlich nĂ€her zu bringenâ, so Gattringer weiter.
Mit der Auszeichnung âWissenschaftler:in des Jahresâ honoriert der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen bereits zum 30. Mal das BemĂŒhen von Wissenschaftler:innen, ihre Arbeit und ihr Fach einer breiten Ăffentlichkeit zu vermitteln.
Erfolgreiche FWF-Forschungskarriere
Im Laufe ihrer erfolgreichen Karriere wurden mehrere Projekte von Andrea Fischer vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert. So begann ihre Forschungskarriere mit einer Postdoc-Förderung im Rahmen des FWF-Programms âHertha Firnbergâ von 2006 bis 2009 an der UniversitĂ€t Innsbruck. Weitere Projekte folgten an der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften, wo sie am Institut fĂŒr InterdisziplinĂ€re Gebirgsforschung tĂ€tig ist. Von 2020 bis 2022 wĂŒrdigte der FWF ihre Verdienste fĂŒr die Wissenschaftskommunikation mit einer Förderung ihres Projekts âVon Anfang und Ende der (H)EIS(s)zeit: Gletscher und Klimageschichteâ. Insgesamt konnte Andrea Fischer rund 1,1 Millionen Euro beim FWF einwerben.
Gletscher und deren Ănderungen sind als Symbole des Klimawandels in der Ăffentlichkeit besonders prĂ€sent. Die Gletscher der Ostalpen gehen im internationalen Vergleich besonders stark zurĂŒck. Dadurch bedingt gibt es starkes Interesse an Gletscherforschung, sowohl von nationalen und internationalen Medien, als auch von Bildungseinrichtungen und Museen. Mit ihren FWF-geförderten Projekten gelingt es Andrea Fischer, auf die SensibilitĂ€t der Gletscher der Alpen aufmerksam zu machen. Unter den derzeitigen Bedingungen gehen jĂ€hrlich, wie aus den Projektergebnissen abschĂ€tzbar, etwa ein Meter Eis und damit mehrere Jahrzehnte des Klimaarchives verloren. In nur wenigen Jahren wird dieses Klimaarchiv unwiederbringlich verloren sein, und damit potenziell einige Jahrtausende Klimageschichte der österreichischen Alpen.
Andrea Fischer weist als ausgewiesene Expertin breitenwirksam auf die Folgen des Abschmelzens fĂŒr das Alpenland Ăsterreich hin und setzt sich fĂŒr MaĂnahmen gegen die KlimaerwĂ€rmung ein. In den vergangenen Jahren war sie unter anderem maĂgeblich am jĂ€hrlichen Gletscherbericht des Ăsterreichischen Alpenvereins, am âGletschertagebuchâ sowie zuletzt auch am ersten Bericht zum KryosphĂ€ren Monitoring Ăsterreich (KryoMon AT) beteiligt.