Der FWF-Wittgenstein-Preisträger Markus Aspelmeyer im Kreise aller ausgezeichneten Forschenden der Austrian Science Awards 2026 im Rathaus vor der FWF-Logowand
Ein Gruppenbild zum Abschluss eines feierlichen Abends. Der FWF-Wittgenstein-Preisträger Markus Aspelmeyer im Kreise aller weiteren ausgezeichneten Forschenden der Austrian Science Awards 2026. © FWF/Klaus Ranger

Wenn Österreichs höchstdotierte Wissenschaftspreise vergeben werden, trifft sich die Forschungsszene zu einem der Höhepunkte des Wissenschaftsjahres. Der FWF ehrt an diesem Abend Forschende für herausragende Leistungen auf internationalem Spitzenniveau. Rund 500 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Forschung kamen gemeinsam mit den Preisträger:innen und ihren Familien in den Arkadenhof des Wiener Rathauses. Unter den Gratulant:innen waren zahlreiche Vertreter der Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten sowie FWF-Wittgenstein-Preisträger:innen der letzten Jahre. Durch das Bühnenprogramm führte ORF-Moderatorin Lisa Gadenstätter.

Österreichs offene und international vernetzte Wissenschaft

Zum Auftakt des Abends sprachen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, FWF-Präsident Christof Gattringer und die kaufmännische Vizepräsidentin Ursula Jakubek darüber, welche Rahmenbedingungen exzellente Forschung und eine offene, international vernetzte Wissenschaftskultur in Österreich ermöglichen. Im Fokus standen dabei auch attraktive Karriereperspektiven für Forschende und ihre Bedeutung für die Zukunft des Wissenschaftsstandorts.

18 FWF-ASTRA-Preisträger:innen on stage

Den Reigen der Preisvergaben eröffneten die FWF-ASTRA-Preise. Im Verlauf des Abends nahmen 18 Forschende aus ganz Österreich ihre mit jeweils einer Million Euro dotierten Auszeichnungen entgegen. Mit der begehrten Karriereförderung können sie ihre eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten an Österreichs Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten vertiefen. Ihre Projekte zeigen die ganze Bandbreite exzellenter Forschung – von Biologie und Medizin über Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu Naturwissenschaften und Technik. Hier finden Sie weitere Informationen zu den FWF-ASTRA-Preisen.

Über Neugier und Risikofreude

Stellvertretend für die Vielfalt der österreichischen Spitzenforschung gaben die Byzantinistin Claudia Rapp von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Astronom Franz Kerschbaum von der Universität Wien Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit. Sie berichteten darüber, wie neue Erkenntnisse entstehen, welche Rolle Neugier, Ausdauer und Offenheit für neue Perspektiven spielen und was es braucht, um über Jahrzehnte hinweg innovativ und kreativ zu forschen. Ihre unterschiedlichen Forschungsfelder machten dabei deutlich, dass wissenschaftliche Durchbrüche oft dort entstehen, wo mutige Fragen auf langfristige Forschungsfreiheit treffen.

Förderpreise für eine nachhaltige Zukunft

Einen weiteren Programmpunkt bildete die Vergabe der Zero Emissions Awards – die privat finanzierten Förderpreise der alpha+ Stiftung des FWF. Die Auszeichnungen gingen an Lavinia Saltarelli vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und Emmanuel Oluwasogo von der FH Kärnten für ihre vielversprechenden Forschungsprojekte im Bereich Klimaschutz. Überreicht wurden die Preise von Stiftungsvorständin Sabine Seidler gemeinsam mit dem Stifter des Preisgeldes, dem US-Unternehmer Patrick Dumont. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Grundlagenforschung dazu beitragen kann, neues Wissen für die Energiewende zu gewinnen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Zero Emissions Awards.

Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

Im Bühnengespräch mit dem Politikwissenschaftler Peter Filzmaier stand das Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft im Fokus. Diskutiert wurde, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse einfließen können, ohne ihre Komplexität zu verlieren oder für politische Interessen vereinnahmt zu werden. Dabei ging es auch um die unterschiedlichen Logiken von Wissenschaft und Politik sowie um die Frage, wie wissenschaftliche Evidenz wirksam kommuniziert werden kann.

ÖAW-Präsident Heinz Faßmann, FWF-Vizepräsidentin Ursula Jakubek, Preisträger Markus Aspelmeyer, Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, FWF-Präsident Christof Gattringer und Uni-Wien-Rektor Sebastian Schütze vor der blauen FWF-Logowand
Die internationale Jury des FWF zeichnet Markus Aspelmeyer für seine wegweisenden Experimente in der Quantenforschung aus. V. l. n. r.: ÖAW-Präsident Heinz Faßmann, FWF-Vizepräsidentin Ursula Jakubek, Preisträger Markus Aspelmeyer, Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, FWF-Präsident Christof Gattringer und Uni-Wien-Rektor Sebastian Schütze. © FWF/Klaus Ranger

„Austro-Nobelpreis“ an Markus Aspelmeyer

Glanzvoller Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung des neuen FWF-Wittgenstein-Preisträgers Markus Aspelmeyer für seine herausragenden Beiträge zur Quantenforschung. Nach der Übergabe von Urkunde und Pokal durch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, FWF-Präsident Christof Gattringer und Vizepräsidentin Ursula Jakubek hob Markus Aspelmeyer die Bedeutung der Auszeichnung für sein gesamtes Forschungsteam hervor. Der FWF-Wittgenstein-Preis eröffne die Möglichkeit, ambitionierte Experimente langfristig weiterzuführen und neue Erkenntnisse an der Schnittstelle von Quantenphysik und Gravitation zu gewinnen, so Österreichs neuer Wittgenstein-Preisträger.

Weitere Informationen zum Wittgenstein-Preisträger Markus Aspelmeyer finden Sie hier:

Wittgenstein-Preisträger Markus Aspelmeyer

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