18 FWF-ASTRA-Preisträger:innen on stage
Den Reigen der Preisvergaben eröffneten die FWF-ASTRA-Preise. Im Verlauf des Abends nahmen 18 Forschende aus ganz Österreich ihre mit jeweils einer Million Euro dotierten Auszeichnungen entgegen. Mit der begehrten Karriereförderung können sie ihre eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten an Österreichs Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten vertiefen. Ihre Projekte zeigen die ganze Bandbreite exzellenter Forschung – von Biologie und Medizin über Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu Naturwissenschaften und Technik. Hier finden Sie weitere Informationen zu den FWF-ASTRA-Preisen.
Über Neugier und Risikofreude
Stellvertretend für die Vielfalt der österreichischen Spitzenforschung gaben die Byzantinistin Claudia Rapp von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Astronom Franz Kerschbaum von der Universität Wien Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit. Sie berichteten darüber, wie neue Erkenntnisse entstehen, welche Rolle Neugier, Ausdauer und Offenheit für neue Perspektiven spielen und was es braucht, um über Jahrzehnte hinweg innovativ und kreativ zu forschen. Ihre unterschiedlichen Forschungsfelder machten dabei deutlich, dass wissenschaftliche Durchbrüche oft dort entstehen, wo mutige Fragen auf langfristige Forschungsfreiheit treffen.
Förderpreise für eine nachhaltige Zukunft
Einen weiteren Programmpunkt bildete die Vergabe der Zero Emissions Awards – die privat finanzierten Förderpreise der alpha+ Stiftung des FWF. Die Auszeichnungen gingen an Lavinia Saltarelli vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und Emmanuel Oluwasogo von der FH Kärnten für ihre vielversprechenden Forschungsprojekte im Bereich Klimaschutz. Überreicht wurden die Preise von Stiftungsvorständin Sabine Seidler gemeinsam mit dem Stifter des Preisgeldes, dem US-Unternehmer Patrick Dumont. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Grundlagenforschung dazu beitragen kann, neues Wissen für die Energiewende zu gewinnen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Zero Emissions Awards.
Wissenschaft, Gesellschaft und Politik
Im Bühnengespräch mit dem Politikwissenschaftler Peter Filzmaier stand das Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft im Fokus. Diskutiert wurde, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse einfließen können, ohne ihre Komplexität zu verlieren oder für politische Interessen vereinnahmt zu werden. Dabei ging es auch um die unterschiedlichen Logiken von Wissenschaft und Politik sowie um die Frage, wie wissenschaftliche Evidenz wirksam kommuniziert werden kann.